Stolpersteine Gelsenkirchen
Gemeinsam gegen das Vergessen

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SALLY MEYER
Jg. 1880
Deportiert 1942 Riga
1943 KZ Kaiserwald
1944 Ermordet in Riga
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Henriette "Jettchen" MEYER
GEB. HAMBERG
Jg. 1884
Deportiert 1942 Riga
1943 KZ Kaiserwald
1944 Ermordet in Riga
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Sally Meyer, georen am 15. Mai 1880 in Gelsenkirchen war mit Henriette "Jettchen" Meyer, geboren Hamberg, geboren am 5. Februar 1882 in Breuna, verheiratet. Das kinderlose Ehepaar wohnte Am Schalker Markt 9. 1939 wurden sie von den NS-Verfolgungsbehörden in eines der so genannten "Judenhäuser" an der Von-Der-Recke-Straße 4 eingewiesen. Unter der Adresse Schalker Markt 9 betrieb Sally Meyer zusammen mit seiner Schwägerin Julie Lichtmann das Textilkaufhaus "Rode & Co". Der Fußballer Fritz Szepan, Spieler des FC Schalke 04, "erwarb" das Kaufhaus im Zuge der Enteigungen und "Arisierung" jüdischen Eigentums Ende 1938 zu einem Spottpreis und führte es dann unter dem Namen "Kaufhaus Szepan am Schalker Markt" bzw. nach 1945 als "Wäschehaus Szepan" bis Anfang der 1970er Jahre weiter.
Während Fritz Szepan als Arisierungsgewinnler mit der so genannten "Entjudung" ein gutes Geschäft machte, wurde das Ehepaar Sally und Henriette "Jettchen" Meyer am 27. Januar 1942 nach Riga deportiert. Noch 1939 hatte das Ehepaar Meyer versucht, aus Deutschland zu fliehen, als Zielland gaben sie Chile an. Es gelang ihnen jedoch nicht mehr, Deutschland zu verlassen.
Zunächst gemeinsam im Ghetto Riga eingepfercht, wurde das Ehepaar Meyer nach Auflösung des Ghettos im November 1943 in das neu errichtete KZ Kaiserwald im Norden von Riga überstellt. Dort wurden Frauen und Männer getrennt. Kurz vor der Auflösung des KZ Kaiserwald wurden Sally und Henriette Meyer im Sommer 1944 bei einer der so genannten "Aktionen" von dem SS-Arzt Dr. Krebsbach und seinen Helfern zur Ermordung ausgewählt. Bei diesen "Aktionen" wurden Ältere und Schwache, Kranke, Brillenträger usw. im Zusammenhang mit der geplanten Schließung und Auflösung des KZ Kaiserwald und seiner Neben- und Außenlager von der SS als nicht "transportfähig" klassifiziert und damit zur Ermordung bestimmt. Auch Sally Meyer und seine Frau Henriette wurden bei einer dieser "Aktionen" ermordet.
Email an Heike Jordan, Projektleiterin Stolpersteine Gelsenkirchen
Projektgruppe STOLPERSTEINE Gelsenkirchen. Oktober 2011
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