 Todesfallanzeige Rosa Kahn aus dem Ghetto Theresienstadt
Der Metzgermeister August Kahn, geboren am 22. Mai 1869 als Sohn von Salomon und Ema Kahn in Mayen, war mit Rosa Kahn, geb. Weber, geboren am 12. März 1872 in Andernach, verheiratet. Die Eheleute Kahn wurden am 31. Juli 1942 von Gelsenkirchen mit einem so genannten "Alterstransport" nach Theresienstadt verschleppt. Der Deportationstransport XI/1 war ab Gelsenkirchen eingesetzt.
Auf dem Weg ins Ghetto Theresienstadt wurden an den Haltepunkten in verschiedenen Städten weitere Menschen in den Zug gezwungen. Insgesamt befanden sich schließlich 900 Menschen jüdischer Herkunft in dem Transportzug XI/1, der am 1. August 1942 Theresienstadt erreichte. Von den 900 Menschen sind 835 umgekommen, viele starben bereits an den Haftbedingungen im Ghetto Theresienstadt. Die allermeisten dieser Menschen wurden mit den Folgetransporten in die Vernichtungslager verschleppt und dort ermordet. Von den 44 nach Theresienstadt deportierten Gelsenkirchener Juden haben nur 4 die NS-Verfolgung überlebt.
August Kahn starb am 11.10.1944 im Ghetto Theresienstadt, seine Frau Rosa starb bereits am 4.9.1942. Laut der "Todesfallanzeige" aus dem Ghetto starb Rosa Kahn angeblich an Lungenentzündung. Vermerk auf dem Dokument unter "Krankheit": "Herzerweiterung, Lungenödem, sterbend eingeliefert".
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