Stolpersteine Gelsenkirchen

Gemeinsam gegen das Vergessen


Stolpersteine Gelsenkirchen

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Ehepaar Sauer

Verlegeort LEOPOLD SAUER

Jg. 1883
Deportiert 1942 Riga
1944 Stutthof
1945 Rieben
Tot März 1945

Verlegeort AUGUSTE SAUER

GEB. ROTHSCHILD
Jg. 1888
Deportiert 1942 Riga
Stutthof
Ermordet 14.12.1944

Der Metzgermeister Leopold Sauer, geboren am 11. April 1883 in Oedt, war mit Auguste Sauer, geb. Rotschild, geboren am 31. Oktober 1888 in Kolmar, verheiratet. Die Eheleute Sauer wurden am 27. Januar 1942 von Gelsenkirchen nach Riga verschleppt. Dort waren sie zunächst im Ghetto, bis sie in das KZ Kaiserwald in Riga "verlegt" wurden. Als die Rote Armee im Herbst 1944 näher rückte, wurden die Häftlinge auf dem Seeweg nach Stutthof bei Danzig verschleppt. Auguste Sauer starb am 14. Dezember 1944 im KZ Stutthof. Ende Januar wurde schließlich die "Evakuierung" des KZ Stutthof befohlen.

Etwa 11.000 Häftlinge wurden in Kolonnen von jeweils etwa 1000 Menschen auf einen Todesmarsch in das etwa 140 Kilometer entfernte Lebork (Lauenburg) geschickt. Die Kolonne, in der sich auch Leopold Sauer befand, erreichte schließlich das bereits geräumte Zivilarbeiterlager Rybno (Rieben) in Pommern, dass ab dem 3.2.1945 als Auffanglager für die Häftlinge aus Stutthof diente. Noch vor der Auflösung des Lagers Rieben am 10. März 1945 ist Leopold Sauer dort umgekommen, die genauen Umstände seines Todes sind bisher nicht bekannt.

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Projektgruppe STOLPERSTEINE Gelsenkirchen. August 2011

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