Stolpersteine Gelsenkirchen
Gemeinsam gegen das Vergessen

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HULDA SILBERBERG
Jahrgang 1883
Vor Deportation Flucht in den Tod 3.1.1942
 Foto: Auszug aus dem Brief vom 6. Januar 1942 von Mathilde "Tilla" Wertheim, geb. Goldschmidt an ihre Schwester Hilde.
Hulda Silberberg, einzige Schwester des Vaters von Helmut Silberberg, der sich seit Kriegsende Ed Silverberg nennt und heute in den USA lebt, wurde von den Nazis in den Tod getrieben. Der aus Gelsenkirchen stammende Helmut Silberberg war in Amsterdam mit dem jüdischen Mädchen Anne Frank befreundet. Anne Frank berichtete davon in ihrem weltberühmten Tagebuch, wenn sie von ihrem Freund "Hello" schreibt. Helmut Silberberg lebt heute unter dem Namen Ed Silverberg in den USA und hat der Verlegung eines Stolpersteins für seine Tanta Hulda zugestimmt.
Hulda Silberberg wollte als einziges Familienmitglied der Familie Silberberg Gelsenkirchen nicht verlassen. Angesichts der bevorstehenden Deportation wählte sie am 3. Januar 1942 im Alter von 58 Jahren die Flucht in den Tod. Nach Kenntnis von Ed Silverberg stach sich seine Tante Hulda eine Gabel in die Halsschlagader, in dem o.g. Brief vom 6. Januar 1942 heißt es, Hulda Silberberg habe sich mit Tabletten vergiftet.
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Hulda Silberberg wurde auf dem jüdischen Friedhof Gelsenkirchen-Ückendorf begraben. Der "Deutsche Reichsanzeiger" vom 31. Mai 1943 veröffentlicht ihre Enteignung: "Hulda Silberberg, geboren am 24.05.1883 in Schubin, Vermerk "Jüdin".
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Ed Silverberg schreibt an Gelsenzentrum: "Tante Hulda war niemals verheiratet und wurde von ihren Brüdern unterstützt. Als Kind, und auch als Schuljunge habe ich sie oft auf der Bochumer Strasse getroffen. Jedes mal bekam ich von ihr 10 Pfennige für Laugenbretzel, die ich mir dann am Bahnhof kaufte. Ich kann mich erinnern, dass mein Vater und Onkel, Hermann Silberberg, sie öfters besuchten. Mein Cousin Erich und seine Eltern bekamen Visa für Bolivien und wollten Tante Hulda mitnehmen, sie aber hat sich geweigert und wollte in Gelsenkirchen bleiben".
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Foto: Bochumer Strasse 45 heute, hier wohnte und lebte Hulda Silberberg bis zu Ihrem Freitod.

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Foto: Der anhaltende Frost verhinderte am 9. Februar 2010 vorerst die Verlegung des STOLPERSTEINS für Hulda Silberberg. Der Stolperstein wurde nur symbolisch verlegt, die endgültige Verlegung in das Gehwegpflaster fand am 22. Juni 2010 statt.
Brief an die Projektgruppe
(...) Als Neffe von Hulda Silberberg, jetzt in meinem 93. Jahr war ich sehr dankbar die Bilder von der Setzung des Stolpersteines fuer meine Tante Hulda Silberberg zu erhalten, die auch fuer meine Kinder von Interesse sind. Ihre Arbeit wird von mir hoch anerkannt.
Mit freundlichen Gruessen, Rudi Simmonds (Silberberg)
→ Fotostrecke von der Verlegung an der Bochumer Strasse 45
Projektgruppe STOLPERSTEINE Gelsenkirchen. Januar 2010. Nachtrag Juni 2010
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