Stolpersteine Gelsenkirchen

Gemeinsam gegen das Vergessen


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Presse- und Medienspiegel - eine Auswahl

4. November 2011, WAZ Gelsenkirchen schreibt:

Kerzen an Stolpersteinen in Gelsenkirchen anzünden

Gelsenkirchen. Zum 73. Mal jährt sich am 9. November die „Reichskristallnacht“. Die Ereignisse in jener Nacht markierten einen weiteren Höhepunkt der zunehmenden Diskriminierung der Juden. Auch in Gelsenkirchen brannten Synagogen und Geschäfte, waren Menschen jüdischer Herkunft Gewalt ausgesetzt, wurden erniedrigt, vergewaltigt, verhaftet und verschleppt.

In Gelsenkirchen erinnern inzwischen 28 Stolpersteine an die Leidenswege und Ermordung jüdischer Menschen. „Wir hätten uns gewünscht, dass die Stolpersteine mit in die offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt einbezogen worden wären, führt doch die Wegstrecke des von der Demokratischen Initiative geplanten Schweigegangs auch an einigen Stolpersteinen vorbei“, sagt Heike Jordan, die Projektleiterin der Stolpersteine Gelsenkirchen. „Wir rufen die Bürger deshalb auf, an den Stolpersteinen am Abend des 9. November Kerzen aufzustellen und anzuzünden“, sagt sie weiter. (...) → weiterlesen

24. Oktober 2011, WAZ Gelsenkirchen schreibt:

Erinnerung an NS-Terror gegen Juden

Gelsenkirchen. Mit der Stolperstein-Putzaktion, die am Freitag, 28. Oktober, um 18 Uhr an der Kolpingstraße an den dort verlegten Stolpersteinen mit einer kleinen Gedenkveranstaltung ihren Abschluss findet, soll an die Opfer der so genannten „Polen-Aktion“ erinnert werden.

Bei der von den Nationalsozialisten als „Polen-Aktion“ bezeichneten Abschiebung wurden am 28. Oktober 1938 deutschlandweit mehr als 17.000 Juden in das deutsch-polnische Grenzgebiet verschleppt. In Gelsenkirchen waren 80 Juden von der Austreibungsaktion betroffen. Diese Diskriminierungsmaßnahme des NS-Regimes war der Auftakt zur Vernichtung der europäischen Juden. (...) → weiterlesen

22. September 2011, WAZ Gelsenkirchen schreibt:

Helfer gesucht: Stolpersteine werden geputzt

Die Projektgruppe Stolpersteine ruft zur Putzaktion auf: Die 41 bisher in Gelsenkirchen verlegten Stolpersteine sollen am 28. Oktober geputzt werden. Mit einer kleinen Gedenkveranstaltung, zu der die Projektgruppe einlädt, findet die Putzaktion an den in der Kolpingstrasse verlegten Steinen am Abend des 28. Oktober um 18 Uhr ihren Abschluss.

Für die Putzaktion werden noch Helfer gesucht. Interessierte können sich an Heike Jordan wenden: Telefon 9994676 oder per Email heike.jordan@gelsenzentrum.de

19. September 2011, WAZ Bochum-Wattenscheid schreibt:

Projekt: Stolpersteine gegen das Vergessen

Wattenscheid. An die Einzelschicksale, Opfer des Naziterrors, soll das „Stolperstein-Projekt“ erinnern, vom Kölner Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Jeder mit Messing überzogene und in den Bürgersteig vor der letzten Wohnung eingelassene Stein erinnert ganz konkret an einen Menschen, der durch die NS-Gewaltherrschaft umkam. Sechs Stolpersteine kamen in Wattenscheid hinzu.

An der Sedanstraße 7 erinnert der Stolperstein an Friedrich Wessel, der am 7. Mai 1942 im KZ Buchenwald im Alter von 39 Jahren ermordet wurde. Jürgen Wenke hat intensiv über Wessels Leben und Tod recherchiert; die Patenschaft für den Stolperstein hat der Verein Rosa Strippe übernommen. „In Buchenwald war er einer von mehr als 600 bisher namentlich bekanten Männern, die dort als Homosexuelle interniert waren. Nur wenige haben überlebt“, erklärt Jürgen Wenke. (...) → weiterlesen

10. September 2011, WAZ Gelsenkirchen schreibt:

Stolperstein für NS-Opfer Wessel in Wattenscheid

Stolpersteine sind kleine Gedenktafeln, die für Opfer des Nationalsozialismus verlegt werden. Friedrich Wessel wurde als Homosexueller verfolgt. Er wurde am 6. Juli 1902 in Ockendorf geboren, zuletzt lebte er in Wattenscheid. Bisher gibt es weder in Gelsenkirchen noch in Wattenscheid einen Stolperstein für einen verfolgten homosexuellen Mann. Der Stolperstein für Friedrich Wessel wird am Montag, 19. September, vom Künstler Gunter Demnig vor dem Haus in der Sedanstraße 7 in Wattenscheid verlegt.

Am 7. Januar 1942 wurde er von der Bochumer Polizei in Schutzhaft genommen. Unter anderem wurde er zu einem Jahr und neun Monaten Zuchthaus mit drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Am 13. Februar 1942 erfolgte die Deportation in das KZ-Buchenwald. Wessel wurde als Homosexueller gekennzeichnet und sofort als „K"-Häftling der Strafkompanie zugeordnet. Am 7. Mai 1942 wurde er angeblich auf der Flucht erschossen. In Buchenwald war Friedrich Wessel einer von mehr als 600 bisher namentlich bekannten Männern, die dort als Homosexuelle interniert waren. Nur wenige haben überlebt.

25. August 2011, Familienpost Gelsenkirchen-Horst schreibt:

Stolperstein erinnert an Andreas Schillack jun.

An der Essener Straße 71 wurde ein weiterer „Stolperstein" in Horst verlegt. Er erinnert an den damals dort lebenden Andreas Schillack jun. (...) → weiterlesen

22. August 2011, WAZ Gelsenkirchen-Buer, Robert Temminghoff schreibt:

Erinnerung an ein kurzes Leben

Gelsenkirchen-Hassel. Vor dem Haus Nr. 158 an der Polsumer Straße liegt jetzt ein Stolperstein. Er wurde zum Gedenken an ein junges Mädchen verlegt, das einer Geheimaktion der Nationalsozialisten zur Tötung behinderter Kinder zum Opfer gefallen war. Schon von weitem ist die Menschengruppe auf der Polsumer Straße zu sehen. Vor der Haltestelle Lessingstraße stehen sie, wirken abwartend. Aber die Leute warten dort nicht auf den Bus, sondern auf die Verlegung eines Stolpersteins. (...) → weiterlesen

20. August 2011, WDR Lokalzeit Ruhr berichtet:

Stolpersteinverlegung in Gelsenkirchen - Vier neue Stolpersteine

WDR Fernsehen berichtet in einer kurzen Sequenz (Kompakt, ab 17:19 Min.) über die Verlegung des Stolpersteins für Astrid Steiner an der Polsumer Straße 158 in Gelsenkirchen-Hassel. → WDR Lokalzeit Ruhr vom 20.8.2011

17. August 2011, Lokal-Kompass/Stadtspiegel Gelsenkirchen online schreibt:

Für Astrid „Iri“ Steiner - „Stolperstein“-Verlegung am 20. August in Hassel

Am Samstag (20.) um circa 11.20 Uhr wird in Gelsenkirchen-Hassel vor dem Gebäude Polsumer Straße 158 ein „Stolperstein“ für Astrid Steiner verlegt. Sie war eines der Kinder aus Gelsenkirchen, das letztlich der Geheimaktion der Nazis zur Tötung behinderter Kinder zum Opfer gefallen ist.

Hassel. „Stolpersteine“ dienen dem Gedenken an die verfolgten und ermordeten Opfer des Nationalsozialismus – allen Menschen, die unter diesem Regime leiden mussten. Der „Stolperstein“ soll an Astrid Steiner als ein Kind erinnern, welches in den 1930er und 1940er Jahren in Hassel gelebt, gelacht und gespielt hat und durch ihre Behinderung zu einem Psychiatrie-Opfer des Nationalssozialismus wurde. (...)
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13. August 2011, Bärbel Beuermann, DIE LINKE Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen schreibt:

"Stolperstein" für Oskar Behrendt

In Gelsenkirchen wurde am ersten August an Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Eines davon ist Oskar Behrendt, auf den nun ein „Stolperstein“ vor seinem letzten Wohnsitz in der Küppersbuschstraße 25 aufmerksam macht.

Die "Stolpersteine" verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig in ganz Deutschland dort, wo Menschen wohnten, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. So will er das Gedächtnis an die Opfer bewahren und gegen das Vergessen des Nazi-Faschismus angehen. In Gelsenkirchen werden die "Stolperstein"-Verlegungen auf Initiative des Gelsenzentrum e.V. durchgeführt. (...) → weiterlesen

13. August 2011, Islam.de schreibt:

Meinen Großvater durfte ich nie kennenlernen

"Die „Stolpersteine“ stehen auch für die Tatsache, "Nie wieder Faschismus, Nie wieder Krieg" -
Von Volker Taher Neef

Am 1. August 2011 trat der Kölner Künstler Gunter Demnig in Gelsenkirchen in Aktion. Er verlegte in der Ruhrgebietsstadt wieder zahlreiche „Stolpersteine.“ Jeder „Stolperstein“ erinnert an ein menschliches Schicksal und steht für ein Leben, das von den Nationalsozialisten verfolgt und ausgelöscht wurde. Dabei spielt es für Gunter Demnig keine Rolle, warum die Faschisten ein Leben ausgelöscht haben, er weist jedes Mal auf die barbarische Tat hin. Das zeigte sich deutlich in Gelsenkirchen. „Stolpersteine“ verlegte er vor den Wohnorten von jüdischen Mitbürgern; vor dem Haus eines Wehrmachtsdeserteurs; KPD-Mitgliedern und Zeugen Jehovas. Ob ermordete Homosexuelle, ermordete Bibelforscher, jeder Mensch, der von den NS-Machthabern zu Tode kam, erhält an seinem letzten Wohnort seinen persönlichen Stolperstein, der die Daten des Ermordeten aufweist. (...) → weiterlesen

11. August 2011, WAZ Gelsenkirchen-Buer, 11.08.2011, Kira Schmidt schreibt:

Gegen das Vergessen

Astrid starb als Kind. Obwohl sie hätte leben können. Sie wurde verraten vom Arzt im Stadtteil. Sie wurde deportiert von den Nationalsozialisten. Und von ihnen wurde sie ermordet. Weil sie das Down-Syndrom hatte, durfte sie nicht spielen, nicht lachen, nicht leben. Ein Stolperstein soll demnächst in Hassel an sie erinnern. Und an die Schatten, die einst auch über Hassel lagen. Pate für das Mahnmal ist die Familie Sauerbaum. Weil man die Vergangenheit nicht vergessen soll. (...) → weiterlesen

10. August 2011, Stadtspiegel Gelsenkirchen schreibt:

Stolpersteine

Kürzlich verlegte der Kölner Bildhauer Gunter Demnig in Gelsenkirchen weitere Stolpersteine, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. An zwölf Standorten wurden die Steine verlegt. Die meisten Opfer, derer an diesem Tag gedacht wurde, hatten in der Bismarckstraße gewohnt. Vor der Hausnummer 152 (Foto) wurden Stolpersteine für acht Opfer des Dritten Reichs verlegt. Die meisten waren jüdischen Glaubens. Zur Verlegung waren u.a. Oberbürgermeister Frank Baranowski und die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Judith Neuwald-Tasbach, zugegen.

8. August 2011, AUF Gelsenkirchen schreibt:

Stolpersteine in Gelsenkirchen mahnen:
Verbot aller faschistischen Organisationen durchsetzen!

Am 1.8.2011 wurden erneut Stolpersteine auf Initiative des Gelsenzentrum e.V. verlegt: sie erinnern an Opfer des Nationalsozialismus, an Menschen, die in den Jahren des Dritten Reiches verfolgt, entrechtet, gedemütigt, in die Flucht getrieben und schlussendlich ermordet wurden. Im Rahmen des Kunstprojektes „Stolpersteine“ des in Köln lebenden Bildhauers Gunter Demnig werden Stolpersteine vor den Häusern ins Pflaster der Gelsenkirchener Gehwege eingelassen, in denen die Menschen einst gelebt haben. (...)
→ weiterlesen

7. August 2011, DIE LINKE, Kreisverband Gelsenkirchen schreibt:

Für Oskar Behrendt

Stolpersteine gegen das Vergessen - Erinnerung an Oskar Behrendt

Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurden am Montag, 1. August in Gelsenkirchen weitere Stolpersteine verlegt. Einer davon ist Oskar Behrendt gewidmet und weist vor seinem letzten Wohnort in der Küppersbuschstraße 25 in Gelsenkirchen auf das Schicksal dieses Gelsenkirchener Antifaschisten hin.

Diese Stolpersteine verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig im gesamten Bundesgebiet zur Erinnerung an Menschen, die von den Nationalsozialisten getötet wurden. Die Erinnerung an die Einzelschicksale sowie auch an das faschistische Terrorregime sollen so wach gehalten werden. Die zahlreichen in Gelsenkirchen seit 2009 auf Initiative des Gelsenzentrums e.V. durchgeführten Stolpersteinverlegungen haben bereits vielen jüdischen, politisch linken oder aus anderen Gründen von den Nazis gehassten und verfolgten Menschen wieder einen Namen gegeben. Weitere Verlegungen sind in Planung. (...) → weiterlesen

4. August 2011, Die Tageszeitung   junge Welt schreibt:

Für Oskar Behrendt

Ein Stolperstein erinnert seit Montag in Gelsenkirchen an Oskar Behrendt (1902–1933). Nachfahren des ehemals sehr bekannten KPD-Mitglieds brachten die Brille des Ermordeten und das Türschild mit zum Verlegeort, das in den 30er Jahren in der Küppersbuschstraße 25 angebracht war, seiner letzten Adresse. (...) → weiterlesen

3. August 2011, WAZ Gelsenkirchen schreibt:

Gedenken an Opfer der NS-Zeit - „Wir sind ja trotz allem Menschen“

Gelsenkirchen. Zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus wurden 18 Stolpersteine verlegt. Am 20. August folgen vier weitere Steine.

Eine kleine Menschenmenge hat sich Anfang dieser Woche an der Bismarckstraße 152 versammelt. Bei brütender Hitze wartete sie auf den Kölner Bildhauer Gunter Demnig, der hier zum Abschluss einer großen Stolperstein-Verlegeaktion acht pflastersteingroße Gedenktafeln zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus verlegte. „Erinnern hat bei uns Tradition“, sagt Oberbürgermeister Frank Baranowski, der ebenso wie Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, bei der Verlegung dabei war. Ziel des Projekts von Gunter Demnig ist es, NS-Opfern ein Denkmal dort zu setzen, wo sie lebten – genau vor ihrer Haustür. Die kleinen Erinnerungszeichen, die auf zahlreiche Orte verteilt sind, bilden zusammen genommen ein dezentrales Denkmal. (...) → weiterlesen

28. Juli 2011, Der Rote Emscherbote schreibt:

22 Stolpersteine werfen ihre Schatten voraus

Nach zahlreichen Vorbereitungen wird es am Montag, dem 1. August 2011 wieder einmal soweit sein: Gunter Demnig wird nach Gelsenkirchen kommen und ab 14 Uhr weitere Stolpersteine verlegen.

Der Kölner Bildhauer, der vorher in Tönisvorst Stolpersteine verlegt, wird in Gelsenkirchen 18 Stolpersteine an insgesamt 10 Orten verlegen. Weitere 4 Stolpersteine wird die Projektgruppe selbst am 20. August verlegen. Das Programm für beide Tage findet sich hier. Der Stadtspiegel Gelsenkirchen hatte am Mittwoch, 27. Juli 2011 sehr ausführlich unter der Überschrift „Viele neue ‘Stolpersteine’“ berichtet und auch die WAZ Gelsenkirchen zog nach. (...) → weiterlesen

28. Juli 2011, WAZ Gelsenkirchen schreibt:

Gedenktafeln - Stolpersteine mit Kopf und Herz

Gelsenkirchen. Zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt der Künstler Gunter Demnig am 1. und 20. August 22 neue Stolpersteine in Gelsenkirchen.

Ein Stutzen. Was ist das auf dem Bürgersteig? Automatisch richtet sich der Blick nach unten zu den pflastersteingroßen Gedenktafeln. Sie sollen an Opfer des Nationalsozialismus erinnern, an Menschen jüdischer Herkunft, die in den Jahren des Dritten Reiches verfolgt, entrechtet, gedemütigt, in die Flucht getrieben und schlussendlich ermordet wurden.

Im Rahmen des Kunstprojekts „Stolpersteine“ des Kölner Bildhauers Gunter Demnig werden solche Stolpersteine vor den Häusern ins Pflaster der Gehwege eingelassen, in denen die Menschen einst gelebt haben. Die Steine sind mit einer Messingschicht überzogen, in die Name, Jahrgang, Verfolgungsschicksal und Todestag des Verstorbenen eingraviert wird. (...) → weiterlesen

25.Juni 2011, WAZ Bochum, Sabine Vogt schreibt:

Stolpersteine: Im Gedenken an homosexuelle Opfer der Nazis

Bochum. Das Schicksal homosexueller Menschen, die von den Nazis ermordet worden waren, lässt den Bochumer Diplom-Psychologen Jürgen Wenke nicht los. Der ehemalige Leiter der hiesigen Beratungsstelle für Schwule und Lesben, „Rosa Strippe“, hat sich deshalb jetzt auf den Weg zur Gedenkstätte Buchenwald gemacht.

„Es begann damit, dass ich auf Verdacht hin zunächst in Dachau anfragte, ob es Dokumente über Homosexuelle aus dem Ruhrgebiet gebe.“ Dort bekam er erste Informationen über einen Julius Schmidt, „der durchlitt eine wahre Odyssee durch gleich vier Konzentrationslager, bevor er in Buchenwald starb“.

So machte sich der Bochumer auf den Weg und recherchierte in den Archiven der Gedenkstätte Buchenwald. Besonders schwer war es, Informationen über Friedrich Wessel zu finden, der als Plakatmaler in Wattenscheid gelebt hatte. „In einer Fluchtkladde war sein Tod vermerkt: Am 7. Mai 1942 um 14 Uhr wurde er mit vier Schüssen von einem SS-Wachmann erschossen.“ Fotos von Wessel waren nicht vorhanden. Das einzige, was Jürgen Wenke herausfand, war, dass Wessel drei Reichsmark mit ins Lager gebracht hatte, zwei Monate später fünf weitere RM überwiesen bekam, die er im KZ indes nie verwenden konnte. „Der Gesamtbestand von acht Mark wurde von der SS um Kosten für Paketgebühr (1,95 RM) und Überweisungsgebühr (32 Pfennig) reduziert und an einen Empfänger im Oberpostbezirk Wattenscheid nach dem Tod von Friedrich Wessel zurücküberwiesen.“

Stolpersteine zum Gedenken an Opfer

Im Gedenken an den ersten Wattenscheider Homosexuellen als Opfer des Nationalsozialismus – den dritten in Bochum insgesamt – wird in Herbst ein Stolperstein verlegt. Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig wird ihn voraussichtlich am 19. September am letzten Wohnort Friedrich Wessels, Sedanstraße 7, anbringen.

Zwei weiterer Männer soll durch die Stolpersteine gedacht werden: Julius Schmidt stammt aus Elberfeld (ein Termin steht noch nicht fest), Alfred Quaas stammte aus Essen; sein Stolperstein soll im Dezember verlegt werden. Jürgen Wenke: „Im Buchenwald-Archiv stellte ich fest: Es gibt noch viele Namen von Leuten, die in Buchenwald gefangen waren und getötet wurden. Darunter Männer aus Bochum, Wattenscheid, Eppendorf und zahlreichen Nachbarstädten.“

18. Oktober 2010, WAZ Gelsenkirchen schreibt:

Stolpersteine: Kunst, die zu Füßen liegt

Sein Projekt ist ein dezentrales Denkmal, eingebunden in den Alltag. „Dort, wo die Menschen ihren Lebensmittelpunkt hatten, ihre Heimat, ihre Wohnung“, schreibt der Künstler Gunter Demnig in der Anthologie „Vor meiner Haustür“, „wird Vergangenheit mit Gegenwart konfrontiert.“ Die Menschen – damit sind Opfer des Nationalsozialismus gemeint, die ermordeten oder vertriebenen Juden, Roma und Sinti, die Zeugen Jehovas, die Homosexuellen oder politisch Verfolgten. Und das Projekt des Gunter Demnig, das sind die inzwischen europaweit über 23 000 flächig im Trottoir am einstigen Wohnort verlegten „Stolpersteine“, die namentlich an die Opfer erinnern.

Demnigs Werk hat die Gelsenkirchener Verlegerin Ulrike Asche-Zeit eine Anthologie gewidmet, die sich bescheiden als „Begleitbuch“ ausgibt. „Vor meiner Haustür – Stolpersteine von Gunter Demnig“ (Arachne Verlag; 134 Seiten, 24 Euro) versammelt – neben Sachbeiträgen zu dem wohl größten dezentralen Mahnmal in Europa – literarische Texte, die Zeugnis geben vom Holocaust. Das Autorenverzeichnis liest sich wie ein Who’s Who der jüngeren nicht nur deutschen Literaturgeschichte: Imre Kertész und Primo Levi, Bert Brecht und Max Brod, Günter Anders, Nelly Sachs und Günter Kunert, Elisabeth Langgässer, Erich Fried und Hans Sahl. . . Natürlich fehlt in diesem Kontext das wohl berühmteste Klagelied nicht: die „Todesfuge“ von Paul Celan. Die wird Gelsenkirchens ehemaliger Generalintendant Ludwig Baum, neben anderen Gedichten und Prosatexten, vortragen, wenn am Mittwoch, 27. Oktober, die Buch-Neuerscheinung in einer Abendveranstaltung (19.30 Uhr) der Buchhandlung Junius vorgestellt wird (Sparkassenstraße 4). Peter Rose, ehemaliger Kulturdezernent, spricht dann „Über die Notwendigkeit, sich zu erinnern.“

„Meine Kunst liegt jedem zu Füßen“, schreibt Gunter Demnig. In Gelsenkirchen ist das, von Heike und Andreas Jordan im Rahmen ihres gemeinnützigen Vereins „Gelsenzentrum e.V.“ initiiert und organisiert, bislang 19 Mal der Fall. 17 neue Stolpersteine sollen 2011 folgen: Die recherchierten Daten der Opfer, darunter erstmals ein 9-jähriges Euthanasieopfer, liegen zurzeit beim Institut für Stadtgeschichte zur Überprüfung. (Wolfgang Platzeck)

23. Juni 2010, WAZ Gelsenkirchen schreibt in der Rubrik "Gefreut - Geärgert?":

An der Verlegung weiterer "Stolpersteine" hat WAZ-Leserin Ingrid Neumann am Dienstag teilgenommen. An der Wildenbruchstraße, der vierten von sechs Stationen, hat sie sich sehr gefreut: Bei der Verlegung eines Erinnerungssteins für die Jüdin Helene Lewek benötigten die Organisatoren Strom und wandten sich an die dort residierende Landesbehörde Straßen.NRW.

Deren Mitarbeiter Ulrich Hildebrandt sei der Bitte umgehend nachgekommen und habe einen Stromanschluss zur Verfügung gestellt, lobt Neumann. Am Wildenbruchplatz stand eine Ausstellungshalle, in der die Nazis zur Deportation vorgesehene Menschen wie Helene Lewek "gesammelt" hatten. Die Jüdin hatte sich der Deportation durch "eine Flucht in den Tod" entzogen, so der Verein Gelsenzentrum, der in Gelsenkirchen federführend für die Stolpersteine ist. loc

27. Mai 2010, WAZ Gelsenkirchen schreibt:

Streit um Stolpersteine

Unter diesem Titel berichtet Lars Oliver Christoph heute in der WAZ Gelsenkirchen von den Vorwürfen gegen die Ogranisatoren und Macher des Projektes "Stolpersteine in Gelsenkirchen".

Die WAZ Gelsenkirchen hat uns freundlicherweise den Artikel als PDF-Dokument zur Verfügung gestellt:

→ WAZ-Artikel "Streit um Stolpersteine"

→ Leserbrief und Kommentare zum WAZ-Artikel

Neues Deutschland - online - schreibt am 3. April 2010:

Gelsenkirchen wird erinnert

Das Ehepaar Jordan möchte die NS-Vergangenheit der Stadt nicht in Vergessenheit geraten lassen

Die Inschrift kann man noch lesen, doch - die kleine Gedenktafel im Trottoir ist leicht fleckig. »Das kommt von dem Streusalz«, sagt Andreas Jordan, der sich bückt und mit einem Papiertaschentuch behutsam über den Gedenkstein fährt, um ihn zu säubern. Der Gedenkstein erinnert an den Belgier Charles Ganty, der 1941 auf der Zeche Nordstern in Gelsenkirchen-Horst Zwangsarbeiter war und am 7. September 1943 wegen Widerstandes gegen die Nationalsozialisten in Plötzensee hingerichtet wurde. Es ist die bislang letzte Gedenktafel, die in Gelsenkirchen verlegt wurde. Einige Stolpersteine liegen noch in der Wohnung von Andreas und Heike Jordan und warten darauf, in das Pflaster eingelassen zu werden. Der kalte Winter und der heftige Frost verhinderten ihre Verlegung im Februar. (...) → weiterlesen

Evangelische Kirche Gelsenkirchen und Wattenscheid, 1. April 2010 - online - schreibt:

Sich des Unrechts bewusst werden

GELSENKIRCHEN – Bitter kalt war es in Gelsenkirchen, es fiel leichter Schnee – ein richtig ungemütlicher Tag. Alles andere als gemütlich war es auch, was der Kölner Künstler Gunter Demnig an verschiedenen Orten der Ruhrgebietsstadt vorhatte: Er wollte mit so genannten „Stolpersteinen“ an zwölf jüdische Opfer der nationalsozialistischen Diktatur erinnern. (...)

→ Weiterlesen: "Stolperstein" für Hulda Silberberg

Der Rote Emscherbote, 9. Februar 2010 - online - schreibt:

Stolperstein für Charles Ganty verlegt

Bei “leichtem Schneegriesel” (O-Ton Wetterbericht) verlegte Gunter Demnig heute im Schatten der Zeche Nordstern den Stolperstein für den belgischen Zwangsarbeiter Charles Ganty. Das bereits in vielen Städten im In- und Ausland bekannte Erinnerungsprojekt des Künstlers Gunter Demnig sieht vor, das die in das Pflaster eingelassenen Steine mit kurzen biografischen Angaben an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.

→ Weiterlesen und Fotostrecke

WAZ Gelsenkirchen, 09. Februar 2010, von Tobias Mühlenschulte

Gedenk-Aktion: Zu kalt für Stolpersteine

Gelsenkirchen. Die Bilanz war schon ein wenig ernüchternd. Bei der zweiten Verlegeaktionen von Stolpersteinen konnte Gunter Demnig, Konzeptkünstler aus Köln und Initiator der Aktion, nur an zwei von sieben geplanten Stationen Gedenktafeln aus Messing in den Boden einpflastern. Es war schlichtweg zu kalt am Dienstag, der Boden gefroren. Trotzdem, oder gerade deshalb war das Grauen der Judenverfolgung im Nazi-Regime spürbar.

Wo heute Passanten von Geschäft zu Geschäft durch die Fußgängerzone in der Hauptstraße hetzen, wurde 1941 die Familie Grüneberg aus ihrer Metzgerei und ihrer Wohnung in ein so genanntes Judenhaus vertrieben. Gunter Demnig geht in die Knie, setzt das Stemmeisen an und hebelt die Bodenplatte vor der Hausnummer 16 aus. Hier haben Paul, Helene und Hella Grüneberg gewohnt. Die drei ebenerdig eingesetzten Stolpersteine geben Auskunft über deren Geburtsjahrgang, Deportation und Ermordung.

„Wir haben nur zwei von sieben Stationen geschafft“, sagt der 62-jährige Künstler. „Und die auch nur mit Gewalt - alles eingefroren.“ Das Knien fällt ihm sichtlich schwer. „Ich muss heute noch zum Arzt. Der wird mir wahrscheinlich sagen, dass ich nicht weitermachen kann.“

Am Vorabend in der Flora, wo Demnig einen Vortrag hielt, erklärte sich der Verschleiß vielleicht. Bei Kunstaktionen lief der gebürtige Berliner zu Fuß von Kassel aus nach Paris, nach London und nach Venedig. 1995 verlegte Demnig die ersten Stolpersteine in Köln -- ohne Genehmigung. Mittlerweile hat er legal und europaweit 23.000 Gedenktafeln versenkt. In Deutschland liegen die Steine in 529 Kommunen.

Die Stolpersteine an der Hauptstraße sind drei von insgesamt zwölf an sieben Stationen, die für Dienstag geplant waren -- an den Orten, wo die Nazi-Opfer zuletzt freiwillig gewohnt hatten: Charles Ganty am Bugapark (Schachtgerüst Zeche Nordstern); Paul Bukowski an der Zollvereinstraße; Sally, Carola und Ingrid Haase an der Kurt-Schumacher-Straße; Hulda Silberberg an der Bochumer Straße; Helene Lewek an der Wildenbruchstraße; Margit und Annemarie Zorek an der Augustastraße.

Dort, wo der der Boden zu hart ist, werden die Steine symbolisch niedergelegt. Die endgültige Einpflasterung erfolgt laut Andreas Jordan vom Gelsenzentrum (Portal für Stadt- und Zeitgeschichte) in den nächsten sechs Wochen. Der Verein ist der lokale Initiator der Stolpersteine. Die erste Verlegeaktion in Gelsenkirchen hatte am 13. Juli 2009 mit sechs Stolpersteinen an vier Stationen stattgefunden (Die WAZ berichtete).

WAZ Gelsenkirchen, 18. Januar 2010, von Lars-Oliver Christoph

Zwölf neue Stolpersteine erinnern an NS-Opfer

Demnig verlegt weitere Messingtafeln und informiert in der Flora

Stolpersteine, die Zweite: Am Dienstag, 9. Februar, wird der Künstler Gunter Demnig weitere Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer der Nazi-Diktatur verlegen. Das kündigt Heike Jordan, neue Projektleiterin der in Gelsenkirchen für diese Aktion federführenden Organisation „Gelsenzentrum", an.

An sieben Stationen wird der Kölner Gunter Demnig am 9. Februar insgesamt zwölf Messing-Gedenktafeln in Gehwege vor Häusern einlassen, in denen die NS-Opfer einst gelebt haben. Am Vorabend, also am Montag, 8. Februar, wird Demnig ab 19 Uhr auf Einladung von Gelsenzentrum in der Flora, Florastraße 26, über seine Aktion informieren. Mehr als 20.000 Stolpersteine hat der Künstler mittlerweile in Europa verlegt; die Finanzierung erfolgt durch Patenschaften. Die Gelsenkirchen-Premiere für die Stolpersteine fand im Juli 2009 statt (wir berichteten). Und dieser Menschen soll am 9. Februar an folgenden Orten durch die Verlegung gedacht werden:

- Charles Ganty, Am Bugapark 1 (Horst; 9 Uhr).
- Paul Bukowski, Zollvereinstraße 4 (Horst; 9.20 Uhr).
- Sally, Carola und Ingrid Haase, Kurt-Schumacher-Straße 10 (Schalke; 9.40 Uhr).
- Hulda Silberberg, Bochumer Straße 45 (Neustadt; 10 Uhr).
- Helene Lewek, Wildenbruchplatz/Wildenbruchstraße (Bulmke, 10.20 Uhr).
- Margit und Annemarie Zorek, Augustastraße 7 (Altstadt, 10.40 Uhr).
- Paul, Helene und Helena „Hella" Grünberg, Hauptstraße 16 (Altstadt, 11 Uhr).

WAZ Gelsenkirchen, 13.07.2009, von Lars-Oliver Christoph

Sechs Stolpersteine verlegt. "Dort ... musstet ihr sterben"

In Gelsenkirchen sind die ersten sechs Stolpersteine verlegt worden: Der Kölner Konzeptkünstler Gunter Demnig ließ an drei Stellen im Stadtgebiet Steine mit Gedenktafeln für Opfer der Nazis ins Pflaster ein: an der Markenstraße in Horst, an der Florastraße sowie an der Kolpingstraße in der City.

Von rechts dröhnt der Verkehr der Husemannstraße, links hetzen Passanten über die Bahnhofstraße. Es riecht nach Urin. Und im benachbarten Schaufenster werden Polo-Shirts für 9 Euro angepriesen. Trotzdem könnte dieser Moment nicht bewegender, nicht ergreifender sein. Der Moment, in dem Esther Goldschmidt auf der Kolpingstraße zwischen C&A und Kaufhof vor drei Stolpersteinen steht und einen Brief verliest, den sie an ihre drei von den Nazis ermordeten Verwandten geschrieben hat.

Aus Flensburg ist die gebürtige Hernerin angereist, um am Montagmorgen dieser Premiere beizuwohnen - als Patin der Steine für die getöteten Gelsenkirchener Juden Fritz und Grete Goldschmidt sowie Mathilde Wertheim, geborene Goldschmidt, genannt Tilla. „Heute schreibe ich euch zum ersten Mal einen Brief”, liest sie mit zitternder Stimme. Und: „Eure Reise führte euch nach Riga, nach Stutthof, ... und dort ... und dort ... musstet ihr sterben ... alle so jung.”

Einen Stolperstein hat der Kölner Konzeptkünstler Gunter Demnig zuvor für jeden der drei Goldschmidts, die hier einst ihren Lebensmittelpunkt hatten, ebenerdig ins Pflaster gesetzt. So wie er es in 442 Städten zuvor bereits gemacht hat. „Hier wohnte . . .” steht auf jeder Messingplatte, es folgt Name, Geburts-, Todesdatum.

Rückblende, eineinhalb Stunden früher, Markenstraße 19, Horst-Süd. Hier wohnten einst . . . Frieda und Simon Neudorf, bevor sie von den Nazis deportiert und in Konzentrationslagern ermordet wurden. Kurz vor 9 Uhr fährt Demnig (61) mit seinem roten Bulli in Horst vor, packt sein Handwerkszeug aus und macht sich an die Arbeit. Andreas Jordan (Gelsenzentrum), Initiator der lokalen Stolperstein-Bewegung, verliest vor rund 40 Zuhörern einen Brief vom Stein-Paten Herman Neudorf (84), der in den USA lebt. Der Sohn der Neudorfs entging als Jugendlicher im KZ knapp dem Tod. „Möge dieser denkwürdige Akt der Stolpersteinlegung als Mahnung an kommende Generationen dienen”, schreibt Neudorf. Er bedankt sich ausdrücklich bei Andreas Jordan. Und bedauert, dass er nicht selbst kommen konnte.

Nach der Einlassung der Steine wird eine rote Rose mit schwarzer Schleife auf den Apshalt gelegt, der jüdische Vorbeter Yuriy Zemskyi spricht (und singt) das Gebet „El male rachamim”. Diese Zeremonie wiederholt sich kurz darauf auf der Florastraße 84, wo mit einem Stolperstein der ebenfalls von den Nazis ermordeten Jüdin Regina Spanier gedacht wird, und schließlich auf der Kolpingstraße.

Die (denk-)würdige Stolperstein-Premiere endet mit einer Matinee im Bildungszentrum, zu der das Internetforum Gelsenkirchener Geschichten und ein daraus hervorgegangener Unterstützerkreis für das Projekt eingeladen haben.

Bereits im Februar sollen die nächsten Gelsenkirchener Stolpersteine verlegt werden. Damit auch für weitere von den Nazis ermordete Menschen gilt, was Esther Goldschmidt in dem Brief an ihre Verwandten so formuliert hat: „Ich werde dafür Sorge tragen, dass man euch nicht vergisst. Versprochen!”

Lob und Vorbehalte

Fast 20 000 Stolpersteine hat Gunter Demnig in halb Europa bereits verlegt. Trotzdem war es für ihn kein alltäglicher Termin: „Es ist immer etwas Besonderes, die Stolpersteine in einer Stadt zum ersten Mal zu verlegen.” Zur Verlegung auf der Kolpingstraße kam auch OB Frank Baranowski - und bezeichnete das Projekt als „eindrucksvolle Form des Gedenkens”. Konkurrenz zwischen Stolpersteinen und „Erinnerungsorten” (dem vom Rat beschlossenen Projekt) sehe er nicht: „Gut, dass es beides gibt.” Lob für Demnigs Engagement fand auch Judith Neuwald-Tasbach (Vorsitzende jüdische Gemeinde), die an allen drei Verlegungen teilnahm. Aber: Das Konzept sage ihr nicht zu, weil man „mit Füßen auf die Namen der Opfer tritt”. Sie bevorzuge die Erinnerungsorte, weil die (auf Tafeln) mehr Infos lieferten.

Im Bildungszentrum erinnerte Kulturdezernent a.D. (und Stolpersteine-Unterstützer) Peter Rose an den Nazi-Terror. Elisbabeth Schulte-Huxel, Patin des Steins für Regina Spanier, überbrachte Grüße von deren in Schweden lebenden Enkelin Ilse Reifeisen. Außerdem las Esther Goldschmidt aus ihrem (veröffentlichten) Tagebuch. Für die Begrüßung sorgte Lothar Lange (GE-Geschichten).

Kommentar: Endlich

Nein, sagt die Horsterin Monika Berger (59) am Rande der Stolperstein-Verlegung. Dass in ihrer direkten Nachbarschaft einst die von den Nazis ermordeten Neudorfs wohnten, habe sie nicht gewusst. Und wie der Horsterin dürfte es wohl vielen Menschen in Gelsenkirchen gehen: Die Opfer sind für die große Mehrheit eine anonyme Masse. Die „Stolpersteine" geben Opfern einen Namen, entreißen sie dem Vergessen und mahnen die Nachgeborenen, wachsam zu sein. Und: Nicht Erinnerungsorte oder Stolpersteine, sondern Erinnerungsorte und Stolpersteine lautet das Gebot. Es ist privatem Engagement zu verdanken, dass das Demnig-Projekt endlich auch in Gelsenkirchen angekommen ist. Den Initiatoren und Unterstützern gilt großer Dank. Und den Bürgern und vor allem den Schulen gilt ein Appell: Macht mit! Je breiter die Beteiligung, desto stärker kommt der Gedanke der Stolpersteine zum Tragen.

Radio Emscher-Lippe "REL" meldet am 13. Juli 2009:

Seit heute erinnern in Gelsenkirchen Stolpersteine an jüdische Opfer des Nationalsozialismus. Heute Vormittag wurden die ersten Steine mit Gedenktafeln in Horst verlegt. Sie wurden dort in den Boden gelassen, wo die Menschen gewohnt haben. Auf den Messingplatten sind Name, Geburts- und Todesjahr eingraviert, erklärt Judit Neuwald-Thasbach von der Jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen. Die Idee für die Erinnerungstafeln im Boden stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig. Er hat in fast 500 europäischen Städten schon mehr als 20.000 Stolpersteine verlegt, unter anderem in Bottrop. (GE)

n Gelsenkirchen sind die ersten Stolpersteine verlegt. Die Gedenktafeln im Boden erinnern an jüdische Opfer des Nationalsozialismus. Auf den Messingplatten sind Name, Geburts- und Todesjahr eingraviert. Die Steine wurden dort in den Boden gelassen, wo die Menschen gewohnt und ihren Lebensmittelpunkt hatten. Die Idee für die Erinnerungstafeln stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig. Er hat in fast 500 europäischen Städten schon mehr als 20.000 Stolpersteine verlegt, unter anderem in Bottrop. (GE)

Stadtspiegel Gelsenkirchen schreibt am 8. Juli 2009:

Sechs „Stolpersteine" der Erinnerung für Gelsenkirchen

Am Montag (13.) ist der Künstler Gunter Demnig zu Gast in GE. So wie der Kölner Künstler Gunter Demnig in fast 500 europäischen Städten schon mehr als zwanzigtausend Stolpersteine gegen das Vergessen der im Nationalsozialismus ermordeten Menschen verlegt hat, wird er am Montag (13.) nun auch in Gelsenkirchen die ersten sechs Stolpersteine verlegen.

Die Stolpersteine sind mit einer Messingplatte versehen und werden niveaugleich in die Gehwegpflasterung eingelassen. Auf jeder Platte sind Name, Geburts- und Todesjahr, sowie der Todesort des Opfers eingraviert. Die Steine werden verlegt, wo die Menschen einst wohnten und ihren Lebensmittelpunkt hatten. Mit der ersten Verlegung in Gelsenkirchen wird auf sechs jüdische Opfer des Holocaust hingewiesen. Dadurch bleiben diese „ehemaligen Nachbarn" keine namenlosen Opfer, sondern Menschen deren Namen ins Gedächtnis der Stadt zurückkehren.

Die Verlegung beginnt um 9 Uhr in Horst vor dem Haus Markenstraße 19 mit zwei Steinen für Frieda und Simon Neudorf. Anschließend wird um 9.45 Uhr vor dem Haus Florastraße 84 ein Stein für Regina Spanier verlegt. Um 10.30 Uhr geht es weiter in der Kolpingstraße, zwischen Kaufhof und C & A, mit drei Steinen, die Grete und Fritz Goldschmidt, sowie Mathilde Wertheim erinnern.

Die Verlegung wird begleitet von einer jüdischen Vorbeterin und einem Vorbeter, die jeweils für die Opfer das Kaddisch sprechen, sowie von kurzen biographischen Hinweisen zum Schicksal der einzelnen Menschen. Für Fragen interessierter Passanten wird ebenfalls ein Ansprechpartner vor Ort sein. Die Verlegung wird um 11 Uhr im Bildungszentrum mit einer kleinen Matinee abgeschlossen, Esther Goldschmidt, eine in Herne geborene Verwandte von Grete und Fritz Goldschmidt, wird aus ihrem Buch „Vergangene Gegenwart" lesen. Der Künstler Gunter Demnig wird über seine Idee und seine Arbeit sprechen.(...) Die Verlegung weiterer Steine ist geplant. Die Kosten werden durch Spenden finanziert. Zu allen Stationen der Verlegung und zur abschließenden Matinee im Bildungszentrum sind alle Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger der Stadt eingeladen.

Der Rote Emscherbote -Online- schreibt am 13.05.2009:

Geschichte vor der Haustür

Bereits seit 2005 hat sich die damalige PDS und spätere DIE LINKE im Rat der Stadt - leider erfolglos - dafür stark gemacht,"Stolpersteine für Widerstandskämpfer" in Gelsenkirchen einzusetzen. Das bereits im In- und Ausland bekannte Erinnerungsprojekt des Künstlers Gunter Demnig sieht vor, das die in das Pflaster eingelassenen Steine mit kurzen biografischen Angaben an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. "Stolpersteine" heißen sie nicht, weil man buchstäblich darüber fällt und sich weh tut, sondern weil man aufmerksam wird, wie (räumlich) nah die (zeitlich) ferne Geschichte doch ist.

Drei Namen werden seit 2006 vorgeschlagen:

Erich Lange, ein junger Antifaschist, gilt als erstes Opfer der Nazis in Gelsenkirchen. In dem in einem Kurs der VHS 1979/81 entstandenen „Beispiele der Verfolgung und des Widerstands in Gelsenkirchen“ wird sein Schicksal als Antifaschist beschrieben, der den Hass der Nazis in besonderem Maße deshalb auf sich gezogen hatte, weil er vor 1932 Mitglied der SS und ab 1932 Mitglied im Kampfbund der Antifaschisten war. Erich wurde in der Nacht vom 21./22.3.1933 nach einem Fackelzug der SS, der als Siegeszug für den Wahlsieg bei den Stadtparlamentswahlen, in denen die NSDAP 40 % erreichte, viehisch misshandelt und totgeschlagen. Der Tatort war Am Rundhöfchen, wo auch der Stolperstein eingelassen werden soll.

Paul Bukowski, Bergmann auf der Zeche Zollverein und Mitglied der KPD, wohnte in der Zollvereinstraße 4. Paul schloss sich 1943 der Zielasko-Widerstandsgruppe an, die im gleichen Jahr von der Gestapo aufgedeckt und deren insgesamt 44 Mitglieder verhaftet wurden. Paul Bukowski wurde im August 1944, zusammen mit Fritz Rahkob zum Tode verurteilt und hingerichtet. Der Stolperstein soll am Ort des ehemaligen oder noch bestehenden Wohnhauses verlegt werden.

Charles Ganty aus Charleroi in Belgien wurde 1940 als Zivilarbeiter nach Deutschland dienstverpflichtet und war ab Januar 1941 Arbeiter auf der Zeche „Nordstern“. Wegen Arbeitssabotage von der Gestapo zunächst in ein „Arbeitserziehungslager“ eingewiesen, nach Verpflichtung zu politischem Wohlverhalten entlassen und wegen kritischer Äußerungen am 31.08.42 erneut festgenommen, wurde er am 21.05.43 vom „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und am 7.9.43 in Plötzensee ermordet. Als Ort für den Stolperstein von Charles Ganty haben wir uns den Eingang zum Gelände des Nordsternparks gedacht.

Die Stolperstein-Patenschaft für Erich Lange hat die Gelsenkirchener VVN übernommen, die Patenschaften für Paul Bukowski und Charles Ganty hat Die Linke Alternative übernommen.

Ergänzung: Die PDS (später DIE LINKE, jetzt Die Linke Alternative) im Rat der Stadt hatte gegen das städtische Konzept der Erinnerungsorte und für die Verlegung von Stolpersteinen argumentiert. Leider hatte sich die Mehrheit im Rat der Stadt für die Errichtung von Erinnerungsorten durch die Stadtverwaltung bzw. das Institut für Stadtgeschichte entschieden und die Verlegung von Stolpersteinen auf private Initiativen verwiesen.

Andreas Jordan hat sich dann der Stolpersteine in Gelsenkirchen angenommen, Kontakte zu Überlebenden und zum Künstler Günter Demnig hergestellt sowie Spenden eingesammelt. Wie die WAZ heute berichtet, werden am 13. Juli die ersten Stolpersteine in Gelsenkirchen verlegt.

WAZ Gelsenkirchen schreibt am 12.05.2009:

Start der Stolpersteine - Der Boden ist bereitet
Von Lars-Oliver Christoph

Am 13. Juli wird Gunter Demnig auch in Gelsenkirchen seine "Stolpersteine" verlegen. Jeder Stein soll an ein Nazi-Opfer erinnern. Im Vorfeld gab es heftige Diskussion um Andreas Jordan (Gelsenzentrum) gegeben, der mit seinem "Gelsenzentrum" die Initiative zur Verlegung der Steine ergriffen hatte.

Zum Beispiel: die Neudorfs. Die Juden Simon und Frieda Neudorf betreiben in den 30er Jahren ein Bekleidungsgeschäft auf der Markenstraße 19 in Horst. Simon Neudorf wird ins KZ Sachsenhausen verschleppt und am 14. März 1941 von den Nazis ermordet. Seine Frau und sein Sohn Hermann werden 1942 nach Riga deportiert; Frieda Neudorf wird am 28. Juli 1944 erschossen. Hermann landet in den Konzentrationslagern Stutthof und Buchenwald, kann aber auf einem „Todesmarsch” fliehen. Über Paris und Kolumbien landet er in den USA, wo er heute seinen Lebensabend verbringt.

Ein Schicksal, das in Gelsenkirchen nur wenige Menschen kennen. Ein Schicksal, über das ab dem 13. Juli aber viele Menschen stolpern könnten: An diesem Tag verlegt nämlich Gunter Demnig auf dem Pflaster vor der Markenstraße 19 zwei so genannte Stolpersteine, auf die die Namen der beiden Mordopfer Simon und Frieda Neudorf graviert sind. Anschließend wird der bekannte Kölner Künstler noch Gedenksteine für die Nazi-Opfer Fritz und Grete Goldschmidt sowie Mathilde Wertheim (Kolpingstr. 6; zwischen Kaufhof und C&A) und Regina Spanier (Florastr. 84) setzen.

Bild: Andreas Jordan, Initiator der Stolpersteine in Gelsenkirchen

Bild:Andreas Jordan, Initiator der Stolpersteine in Gelsenkirchen

„Die Stolpersteine geben den Menschen, den Opfern des Nazi-Regimes, ihre Namen, ihre Würde und ihre Individualität zurück”, sagt Andreas Jordan (47). Mehr als zwei Jahre lang hat der gelernte Maschinenschlosser aus Horst mit dem von ihm gegründeten ehrenamtlichen Portal „Gelsenzentrum” darum gekämpft, dass das in über 450 deutschen Städten präsente Projekt auch in Gelsenkirchen Fuß fasst.

Heftigen Vorwürfen aus dem linken Lager und vor allem von Roland Küpper (Mitglied im Bündnis gegen Rechts) sah sich Jordan, der u.a. auch den „Zug der Erinnerung” nach Gelsenkirchen geholt hat, ausgesetzt. Der Tenor: Er habe einst Kontakte zur rechten Szene und zum Nazi-Laden „Vikingship” gehabt. „Die Vorwürfe sind völlig aus der Luft gegriffen. Da ist nichts dran”, so Jordan zur WAZ.

Nachdem Küpper auch Demnig per E-Mail über die vermeintlich rechte Vergangenheit des Stolperstein-Förderers Jordan informiert hatte, stand das Projekt vor dem Aus. Nicht zuletzt eine Initiative der Gelsenkirchener Geschichten (GG) mit dem früheren Kulturdezernenten Peter Rose an der Spitze trug wohl dazu bei, dass Demnig die Stolpersteine in Kooperation mit Jordan nun doch in Gelsenkirchener Bürgersteige einlässt.

Der GG-Initiative schloss sich auch Paul Erzkamp vom Bündnis gegen Rechts an. Seine Begründung: „Vor allem ein persönliches Anliegen bewegte mich, mitzuwirken: Es gab schwere Vorwürfe gegen Personen des Projektes. Ich möchte sicherstellen, dass das Projekt realisiert wird und es keine Zweifel an der antifaschistischen Arbeit gibt.”

Die ersten sechs Stolpersteine sollen nicht die letzten bleiben: Weitere Verlegungen seien bereits in Planung, so Jordan, potenzielle Paten hätten Zusagen gegeben. Und noch eine Zusage hat er in der Tasche: Herman Neudorf wird aus den USA anreisen, um der Verlegung des Steins zum Gedenken an seine ermordeten Eltern beizuwohnen.

Informationen zum Projekt

Gunter Demnig will mit dem 1995 gestarteten Projekt „Stolpersteine” an das Schicksal von Menschen erinnern, die von den Nazis ermordet, deportiert oder vertrieben wurden. Der Künstler verlegt jeden Stolperstein persönlich. Die kleinen Betonsteine mit Messingplatte werden jeweils vor dem letzten Wohnort des Nazi-Opfers in den Bürgersteig eingelassen. Unter der Überschrift „Hier wohnte” steht Name, Jahrgang und Schicksal der jeweiligen Person. Die Verlegung (95 € pro Stein) wird von Paten finanziert. Jeder kann eine Patenschaft übernehmen (Einzelpersonen, Schulen, Gruppen etc.). Die Stadt muss die Aktion im Vorfeld genehmigen. In Gelsenkirchen erfolgt zudem eine Absprache mit dem Institut für Stadtgeschichte.

Der kommentierte Artikel in der WAZ Online:

→ Start der Stolpersteine


WAZ Gelsenkirchen schreibt am 29.04.2009:

Aktive Erinnerungskultur

Von Franziska Dutka

Bild: Franziska und Monja, Schülerinnen der GHR, führten das Interview im März 2009 mit Andreas Jordan

Bild: Franziska und Monja, Schülerinnen der GHR, führten das Interview im März 2009 mit Andreas Jordan

Auf seiner Internetseite Gelsenzentrum.de dokumentiert Andreas Jordan das Schicksal von Gelsenkirchener Juden. Die Zeus-Reporterinnen trafen ihn zum Interview.

Nachdem Andreas Jordan unserer Schule, der Gerhart-Hauptmann-Realschule, eine Lesung von Esther Goldschmidt vermittelt hatte und wir einen Text von seiner Internetseite Gelsenzentrum.de gelesen hatten, der über Helmut "Hello" Silberberg informierte, der in Amsterdam Anne Frank kennen gelernt hatte, waren wir neugierig und wollten mehr über Andreas Jordan wissen. Er informiert auf der Internetseite über das Schicksal Gelsenkirchener Juden, vor allem während der Nazizeit.

Seit wann gibt es Gelsenzentrum.de schon?

Gelsenzentrum gibt es seit Mitte 2005.

Warum haben Sie diese Internetseite erstellt?

Ich habe sie erstellt, um die Öffentlichkeit auf die Schicksale der Gelsenkirchener Juden im Nationalsozialismus aufmerksam zu machen.

Wie sind Sie darauf gekommen, die Vergangenheit von jüdischen Menschen zu erforschen?

Ich habe sehr viel darüber gelesen, im Internet recherchiert und dann habe ich zu den Überlebenden Kontakte hergestellt und sie dann befragt.

Was haben Sie empfunden als Sie die Geschichten das erste Mal hörten oder gelesen haben?

Ich war wütend, habe mich geschämt und gleichzeitig war ich traurig darüber. Dennoch habe ich mir gewünscht, aktiv etwas zu der Gelsenkirchener Erinnerungskultur beizutragen.

Fiel es den Befragten Leuten schwer, über ihre oder die Vergangenheit ihrer Verwandten zu sprechen?

Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Menschen die gehen sehr locker damit um und versuchen die Geschehnisse von vor sechzig Jahren zu vergessen. Aber es gibt auch viele Leute, die noch diese Holocaust-Ängste haben und sich grundsätzlich weigern, Deutsch zu sprechen.

Wie lange hat es gedauert, die vielen Geschichten und Berichte, die es auf ihrer Internetseite gibt, zu recherchieren?

Intensiv beschäftige ich mich seit 2005 mit dem Thema, aber ich habe vorher schon einige Jahre gebraucht um mich vorzubereiten.

Was wird im Zug der Erinnerung dargestellt?

Im Zug der Erinnerungen werden die Schicksale der aus den jeweiligen Städten verschleppten Kinder dargestellt.

Wodurch sind Sie auf Frau Goldschmidt aufmerksam geworden?

Zunächst habe ich nach allen Menschen in Gelsenkirchen mit dem Namen Goldschmidt gesucht, dabei bin ich auf Esther Goldschmidt aufmerksam geworden. Dadurch entwickelte sich ein Kontakt über das Projekt „Stolpersteine”, bei dem Frau Goldschmidt eine Patenschaft für ihre verstorbenen Angehörigen übernehmen wollte, insbesondere Fritz Goldschmidt, Grete Goldschmidt und Mathilde Wertheim, geborene Goldschmidt.

Franziska Dutka, 8b, Gerhart-Hauptmann-Realschule

Fotos: Heike Jordan, Gelsenzentrum e.V.

Stimmen zum Projekt STOLPERSTEINE in Gelsenkirchen

Hier veröffentlichen wir eine exemplarische Auswahl von an die Projektgruppe STOLPERSTEINE gerichtete Emails und Briefe.

→ An die Projektgruppe...


Projektgruppe Stolpersteine Gelsenkirchen. Oktober 2010

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